Archiv für Juni 2010

Alles zur Quartiershausmeisterei

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http://www.stadtumbauwest.de/stuw_2008/images/stories/impuls%206%20fryczewski.pdf

Einrichtung einer Immobilienstandortgemeinschaft
(Housing Improvement District – HID)
„Rund um den Flensburger Platz“

http://dev.wohnungswesen.dortmund.de/project/assets/template1.jsp?content=wu&smi=7.0&tid=88936

Attraktivere und leistungsstärkere Innenstädte sind Ziele des Gesetzes über Immobilien- und Standortgemeinschaften (ISGG NRW). Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen (MBV NRW) hat ein auf ca. zwei Jahre befristetes Modellverfahren initiiert, in dem Erkenntnisse darüber gewonnen werden sollen, ob Wohnstandorte für die Bildung von Standortgemeinschaften geeignet sind. Ziel ist es, private Initiativen und bürgerschaftliches Engagement für die Entwicklung von Stadtquartieren zu gewinnen.

Gemeinsam mit Akteuren des Wohnungsmarktes (u. a. Wohnungsunternehmen und Mietervereine) wurde ein Quartier „Rund um den Flensburger Platz“ ausgesucht. Dieses Vorhaben wurde auf Antrag der Stadt Dortmund vom MBV NRW als Pilotprojekt ausgewählt.

Beteiligte Akteure an diesem Pilotprojekt sind:

* Engagierte Privateigentümer/innen der Wohngebäude
* Forschungsinstitut empirica aus Bonn (Moderation)
* Ministerium für Bauen und Verkehr Nordrhein Westfalen
* Quartiersmanagement
* Amt für Wohnungswesen

Vorrangige Handlungsbedarfe bestehen bei den Themen „Sauberkeit, Sicherheit, Ordnung“ und „verwahrloste Wohngebäude“. Die Reduzierung von Wohnungsleerständen, eine ausgewogene Wohnungsbelegung und ein stärkerer Zusammenhalt der privaten Wohnungseigentümer/innen sind weitere Ziele der Projektarbeit. Durch das Engagement wird eine nachhaltige Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen in dem Wohnquartier angestrebt.

Als wesentlichen Erfolg der bisherigen Arbeit bewerten die Hauseigentümer/innen die Ausweitung des „Flensburger Platzes“ als öffentliche Spielfläche. Dies hat ordnungsbehördliches Eingreifen ermöglicht und zur Auflösung der störenden Alkoholszene geführt. Verhandlungen mit der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) haben bewirkt, dass „wilde Sperrmüllablagerungen“ schnellstmöglich beseitigt werden. Zwischenzeitlich wurden – von der ARGE zu 75 % und den Hauseigentümern zu 25 % finanziert – zwei Quartiershausmeister eingestellt. Sie sorgen mit ihrer Präsenz für eine sichtbare Verbesserung der Sauberkeit und Ordnung im Quartier. Weiterhin ist angestrebt, weitere Eigentümer zur Mitarbeit zu gewinnen und das HID-Gebiet auf das gesamte „Brunnenstraßenviertel“ zu erweitern.

Ansprechpartner für nähere Auskünfte im Amt für Wohnungswesen sind:
Jörg Haxter (0231) 50 – 2 52 85,
Thomas Böhm (0231) 50 – 2 26 42.

  • Text zum Privatknast Ratingen

    Gegen Privatisierung, Ausgrenzung und Ausbeutung!Für eine solidarische Gesellschaft!

    Seit vielen Jahren läuft in dieser Gesellschaft ein massiver Prozess der Entsolidarisierung. Dieser Prozess geht einher mit einer zunehmenden Verarmung großer Teile der Bevölkerung. Angst vor dem sozialen Abstieg prägt das Leben vieler Menschen.
    Die Herrschenden versuchen unsere Wut auf vermeintliche Sündenböcke zu lenken:
    Die faulen Griechen, die arbeitsscheuen Arbeitlosen, die bösen Knackis usw.. Die NiedriglöhnerInnen haben Angst vor Hartz IV, deshalb schlucken sie miserable Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne.
    Eine ganze Industrie hat sich auf die Ausbeutung und Disziplinierung der Arbeitlosen konzentriert. Nun soll die wirtschaftlich Ausbeutung der Gefangenen vorangetrieben werden. In den USA und China ist dieser Prozess schon viel weiter fortgeschritten.
    Viele Produkte aus Billigläden stammen aus chinesischen Arbeitslagern. Seit der Privatisierung vieler US-Knäste sind die Gefangenenzahlen dramatisch angestiegen. Die Gefängnisindustrie hat einen immensen Hunger nach neuen billigen Arbeitskräften. Diesen Weg will nun auch Deutschland gehen.
    In Ratingen wird derzeit der erste Privatknast in NRW gebaut. Gebaut von der Firma Bilfinger und Berger (ja, die mit dem Kölner U-Bahn-Einsturz). Betrieben werden soll der Knast dann von der Firma KÖTTER. Die schwarzen Sheriffs dieser Firma kennen wir alle. Sie schmeißen uns beispielsweise aus der ARGE, wenn wir unser Geld einfordern. Ob am
    Flughafen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – überall treffen wir auf diese Söldner. Draußen können wir den Typen aus dem Weg gehen. Die Gefangenen können dies nicht. Mal ehrlich, möchtet Ihr den ganzen Tag diesen KÖTTERTypen ausgeliefert sein?
    Sind denn privat-kapitalistische Knäste noch schlimmer als staatliche ?
    Knast ist unverzichtbarer Bestandteil des kapitalistischen System (dies gilt auch im Pseudosozialismus = Staatskapitalismus).
    Wenn wir deshalb für eine Gesellschaft ohne Knäste kämpfen, kämpfen wir zwangsläufig für eine antikapitalistische Gesellschaft.
    Diese Gesellschaft speist immer mehr Menschen mit Almosen ab, während sich wenige
    die Taschen voll machen. Diese Eigentumsordnung kann nur mit Hilfe des Knastsystems aufrechterhalten werden. Wie sonst sollten die Armen davon abgehalten werden, sich von den Reichen zu holen, was sie brauchen? Insofern schützen natürlich auch staatliche Knäste das kapitalistische Ausbeutungssystem. Um angesichts zunehmender Verarmung
    draußen die abschreckende Wirkung des Knastes aufrecht zu erhalten, müssen die Lebensbedingungen der Gefangenen immer mehr verschärft werden. Einerseits werden die verhängten Strafen immer länger (Stichwort: Sicherungsverwahrung),
    andrerseits wächst der Druck, das Maximum aus der Arbeitskraft der Gefangenen rauszuholen.
    Genau hier setzen die Betreiber von Privatknästen an. Einerseits setzen sie auf Einsparungen in der medizinischen, sozialen und psychologischen „Versorgung“ der Gefangenen (alles schon bei staatlichen Gefängnissen eine Farce bzw. Teil der Disziplinierung.). Andrerseits müssen die Gefangenen alles, was sie brauchen (Nahrungsmittel, Schreibwaren, Toilettenartikel usw.) beim privaten Knastbetreiber kaufen. Dass so ein privatkapitalistisches Monopol zu überhöhten Preisen führt, dürfte wohl nachvollziehbar sein. Der wichtigste Punkt liegt allerdings in der Ausbeutung der
    Arbeitskraft. Berufliche Ausbildungsmaßnehmen, die es schon heute zu wenig gibt, dürften wohl bald der Vergangenheit angehören. Industrielle Akkordarbeit ist für die privaten Knastbetreiber viel lukrativer.
    Knast ist Ländersache. In einigen Bundesländern gibt es bereits Privatknäste. Von dort ist nichts Gutes zu hören. Wenn jetzt in Ratingen der erste Privatknast in NRW gebaut wird, so wird damit auch hierzulande eine Entwicklung in Gang gesetzt, die wir nicht wollen.

    Deshalb

    Kein Privatknast in NRW (und anderswo)!
    KÖTTER das Repressionsgeschäft versauen!




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