Archiv für Dezember 2010

Nationalsozialisten wollen am 29.1. durch Wuppertal marschieren! No pasaran! Wir stellen uns quer!

– „Gegen Antifaschismus und linke Gewalt – Weg mit dem Autonomen Zentrum“ lautet das Motto der Nazis. Nun ist es also soweit und ähnlich einer Grippe erwischt es auch mal Wuppertal.

Die Nazis rufen zum Aufmarsch am 29.1.2011 um 12:00h am Wuppertaler Bahnhof, um dagegen zu protestieren, dass ihre dümmliche Hasspropaganda ständig wieder von Litfaßsäulen und Ampeln verschwindet und ihnen …einfach hier kein Raum gegeben wird, ihre demokratiefeindlichen und rassistischen Parolen zu verbreiten. Sie insistieren also auf ihre demokratischen Grundrechte, die sie allen anderen nur zu gerne nehmen würden.

Und, liebe Wuppertaler, wir reden hier nicht von ein paar Rechtskonservativen, sondern waschechten Nazis. Die Aufrufer und Organisatoren dieser “Demonstration” (ich bevorzuge den Ausdruck Zombiewalk), sind ewig vorgestrige Hitleristen, wie der Clown Axel Reitz aus Köln und die “Nationalen Sozialisten Wuppertal”. Das heißt, Menschen mit Adolf-Porträt und Reichskriegsflagge über´m Bett und “Mein Kampf” im Regal, die – wenn sie nur könnten – nichts lieber und schneller täten, als eine faschistischen Diktatur zu installieren, in dem Andersdenkende und -aussehende unterdrückt, verfolgt und interniert würden. Menschen, denen die NPD viel zu “lasch und bürgerlich” ist.

Die trauen sich was, denk ich mir, sich in dieser – mal mehr, mal weniger – schönen, aber immer als weltoffen und tolerant erlebten Stadt aufzukreuzen und zu meinen, sie könnten hier ungestört ihre dumpfen Parolen gröhlen.

Liebe Menschen von Wuppertal: Lasst das nicht zu! Zeigt Ihnen, dass ihre menschenverachtende Gesinnung in dieser Stadt keinen Platz hat und sie hier niemals willkommen sein werden. Lasst alle parteipolitischen, kulturellen und konfessionellen Querelen beiseite und tretet ihnen geschlossen und eingehakt für die Werte der Demokratie, unserer Verfassung und der Menschenrechte entgegen. Kommt so zahlreich, dass Ihr die Straßen verstopft, sie sich keinen Meter vom Bahnhof wegbewegen können und unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren müssen.

Macht Lärm und laute Musik, dass kein Wort von ihren Hassparolen und Kampfreden zu hören sein wird. Seid kreativ und intelligent in Eurem zivilen Widerstand gegen die braune Brut. Kommt alle am 29.1. um 12:00h zum Bahnhof und macht klar, dass in Wuppertal kein Platz für Nazis ist.

“No paseran” riefen die Widerständler den spanischen Faschisten entgegen. “Kein Durchkommen” .. und so soll´s auch hier sein.

soweit ein erster Aufruf, der bei Njuuz.de gepostet wurde

Es hat sich ein großes Bündnis unter dem Namen „Wuppertal gegen Nazis“ gebildet. Das nächste Treffen ist am 4. Januar 2011 um 19:00 Uhr im ADA (1. Etage ) Wiesenstrasse/ Ecke Gathe in Wuppertal-Elberfeld.

Bereits beschlossen wurde, dass es eine gemeinsame Dauerkundgebung am 29.1. ab 10:30 an der Schwebebahnstation Döppersberg/ Alte Freiheit geben soll.
Plakate, Flyer und Internetpräsenz sind in Vorbereitung. Stadtteilversammlungen gegen die Nazis sind geplant, achtet auf Ankündigungen.
Angedacht ist auch eine kollektive Besichtigung unseres Hauptbahnhofes ab 11:30, um den nazis ihre Anreise zu verderben. Wir kommen mit den Zügen aus allen Richtungen an und gehen nicht vorher weg bis die Nazis ihren Aufmarsch absagen müssen.

Desweiteren plant die Antifa Actiondays vom 27.1-29.1. 2010, um die Nazis schon vorher unter Druck zu setzen und die Bevölkerung gegen die Nazis zu mobilisieren. Eine Vorabend-Demo und eine Gedenkveranstaltung in Vohwinkel zum Holocaust-Gedenktag am 27.1 ist in Vorbereitung

Schaut nicht weg! greift ein!

Topographie der Erinnerung

Aufruf des Bündnis Dresden-Nazifrei

2011 – Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist!
Nazifrei – Dresden stellt sich quer!

2010 ist es uns erstmalig gelungen, Europas größten Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Grundlage unseres Erfolges war die Spektren übergreifende Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen. Mit unserer klaren Ankündigung, den Naziaufmarsch durch Blockaden zu stoppen, haben wir gemeinsam den Raum des symbolischen Protestes verlassen. Die Entschlossenheit tausender Menschen, sich mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams den Nazis in den Weg zu stellen, machten die Blockaden zu einem Erfolg.

Für 2011 haben die Nazis angekündigt, mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden durchzuführen. Seit Jahren versuchen die Nazis die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen. Wir werden nicht akzeptieren, dass die Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Wir lehnen jede Leugnung und Relativierung der deutschen Schuld an Vernichtungskrieg und Holocaust ab.

Wir sind uns bewusst, dass sich die Nazis ihr Großereignis nicht einfach nehmen lassen. Deshalb werden wir uns auch 2011 wieder den Nazis durch Aktionen des zivilen Ungehorsams mit Massenblockaden entgegen stellen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.

Wir werden uns weiterhin bei Versuchen der Kriminalisierung solidarisch zueinander verhalten. Wir stellen uns gegen jeden Versuch, antifaschistischen Protest als „extremistisch“ zu bezeichnen.
2011 werden wir den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren – bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Hier kannst du den Aufruf unterzeichnen!Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

alternativ sende eine email an
unterzeichnen@dresden-nazifrei.comDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Erstunterzeichnende Organisationen

AK Antifa Dresden, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., Aktionsnetzwerk Jena, Antifa Bündnis Süd Ost – Berlin, Antifaschistische Aktion Leverkusen [AALEV], Antifaschistische Linke Berlin,AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden, Attac Deutschland, Avanti – Projekt undogmatische Linke, Bundesausschuss Friedensratschlag, Bündnis 90 / Die Grünen Bundesvorstand, Bürger Courage e.V., Die Linke, Die Linke.SDS, DKP, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), FelS (Für eine linke Strömung), Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF e.V.), Gelbe Hand e.V., Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde, Grüne Jugend Bundesverband, IG BAU Jugend, IG BCE Jugend, IG Metall Jugend, Interventionistische Linke (IL), Junge NGG, Jusos, Jusos Hochschulgruppen, Linksjugend [’solid], No Pasaran, Stura TU Dresden, ver.di Jugend, ver.di, VVN-BdA

Erstunterzeichnende

Albrecht Schröter (OB Jena, SPD), a forest (Band), Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime), Andrea Ypsilanti (Vorstand des Instituts Solidarische Moderne), Annamateur (Dresdner Sängerin), Antje Hermenau (Fraktionsvorsitzende Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag), Astrid Rothe-Beinlich (Mitglied im Bundesvorstand, Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag), Axel Honneth (Geschäftsführender Direktor IfS, Präsident Internationale Hegel-Vereinigung), beatpoeten (Band (Hamburg/Leipzig/Hannover)), Beatsteaks (Band), Bela B. (Sänger /Band), Bodo Ramelow (Fraktionsvorsitzender Thüringen Die Linke), Breschke & Schuch (Kabarett DD), Christian Benjamin Beck (Bundesjugendsekräter IG BAU Jugend), Christiane Filius-Jehne (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Dresdner Stadtrat), Christiane Röslinger (Musikerin, Journalistin), Christine Buchholz (Parteivorstand, MdB Die Linke), Christine Hoffmann (Pax Christi, Generalsekretärin der deutschen Sektion), Claudia Roth (Bundesvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen), Corinna Hersel (Bezirksgeschäftsführerin Mittel-/Nordthüringen ver.di), Cornelia Kerth, Prof. Heinrich Fink (Bundesvorsitzende der VVN-BdA), Daniela Kolbe (MdB, Sachsen, Stellv. Sprecherin AG Strategien gegen Rechtsextremismus SPD), Dr. – Ing Udo Becker (Hochschullehrer Dresden), Dr. Dario Azzellini (Autor, Dokumentarfilmer und Sozialwissenschaftler), Dr. Peter Strutynski (Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag), Dr. Ulrich Schneider (Generalsekretär Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR)), Dritte Wahl (Band), Feine Sahne Fischfilet (Band), Fettes Brot (Band), Frank Bsirske (Vorsitzender ver.di), Gerd-Joachim Langecker (Bundesjugendsekretär Junge NGG), Heaven Shall Burn (Band), Henning Homann (MdL, SPD Sachsen, Sprecher für demokratische Kultur und zivilgesellschaftliches Engagement SPD), Ingo Schulze (Autor, DD), Iries Revoltes (Band), Katarina Bader (Journalistin und Autorin), Katja Kipping (MdB Die LINKE, Dresden), Kettcar (Band), Klaus Ernst (Parteivorsitzender Die LINKE), Konstantin Wecker (Liedermacher), Markus Kavka (Moderator, Journalist, DJ und Autor), Martin Stankowski (Autor, Köln), Matthias Machnig (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, SPD Thüringen), Monika Lazar (MdB Bündnis 90/Die Grünen), Petra Pau (Bundestagsvizepräsidentin Die LINKE), Prof. Axel Schildt (Forschungsstelle Zeitgeschichte HH), Prof. Dr. Martin Jehne (Historiker), Prof. Dr. Werner Ruf (Dozent an der European Peace University, Stadtschlaining/Österreich), Prof. Dr. Wolfgang Schweiger (Lehrstuhl für Public Relations und Technikkommunikation, TU Ilmenau), Rene Rudolf (Bundesjugendsekretär DGB Jugend), Rico Gebhardt (Landesvorsitzender Die LINKE Sachsen), Roland Dantz (Oberbürgermeister Große Kreisstadt Kamenz), Sabine Friedel (MdL SPD Sachsen), Sabine Zimmermann (DGB Regionsvorsitzende West-Sachsen, MdB Die Linke), Sönke Rix (MdB SPD, Sprecher AG Strategien gegen Rechtsextremismus), Stephan J. Kramer (Generalsekretär des Zentralrats der Juden), Stephan Kühn (MdB Bündnis 90 / Die Grünen), Theaterkahn (Theater DD), Thomas Voß (Landesbezirksvorsitzender ver.di), Tocotronic (Band), Toten Hosen (Band), Ulli Thöne (Vorsitzender der GEW), Volkmar Zschocke (Landesvorstandssprecher Bündnis 90/Die Grünen Sachsen), Wilfried Schmickler (Kabarettist, Köln), Wladimir Kaminer (Schriftsteller), Wolfgang Thierse (Vizepräsident des Deutschen Bundestages, SPD),




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