Erneuter Naziüberfall in Wuppertal-Vohwinkel

Pressemitteilung
Heute Abend – um ca. 19.00 Uhr – haben die Wuppertaler Nazis Fabian Mayer, Tobias Maczewski, Lasse Fermers und Daniel Borchert am helligten Tag und auf offener Strasse Antifaschist*innen auf der Kaiserstrasse mit Glasflaschen, Pfefferspray und Knüppeln angegriffen.

Die Nazis hatten es auf einen Fahrradfahrer abgesehen, den sie stoppen, vom Fahrrad treten und verprügeln wollten. Bei dieser Gelegenheit hat Tobias Maczewski mit einem Teleskopschlagstock zugeschlagen. Diese Situation beobachteten drei Antifaschist*innen, die dem Fahrradfahrer zur Hilfe eilten. Daraufhin attackierten die Nazis die Helfer*innen mit Flaschen und Pfeffergas und Tobias Maczewski schwang seinen Knüppel. Lasse Fermers und Daniel Borchert warfen zweimal mit Flaschen auf Personen, und Fabian Mayer versprühte das Pfefferspray. Die Helfer*innen ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und versuchten mit lautstarken „Nazis raus“-Rufen Passant*innen (leider vergeblich) zur Hilfe zu animieren.

Nach ca. 4-5 Minuten traf dann die Polizei ein, die – wie so häufig – den bewaffneten Überfall, auch Landfriedensbruch genannt, bei Nazitaten nicht so gravierend fand.

Sie konnten Fabian Mayer, Daniel Borchert und Tobias Maczewski noch erwischen, der 4. Angreifer, Lasse Fermers konnte sich rechtzeitig vom Ort des Geschehens entfernen. Tobias Maczewski hatte kurz vor Eintreffen der ersten Polizeistreife seinen Teleskopschlagstock etwas unelegant weggeworfen, was die Polizeibeamt*innen sogar bemerkten. Er war der einzige Nazi, der dann mit dem Streifenwagen zur Personenüberprüfung auf die Vohwinkler Polizeiwache mitgenommen wurde.

Die anderen am Überfall Beteiligten blieben auf freiem Fuß und konnten sich wieder unters Nazivolk zu Kevin Koch, Mike Dasberg und Rene Heuke begeben. Kevin Koch hatte dann später noch die Gelegenheit mit Erlaubnis der Polizei einen der Angegriffenen zu fotographieren.

Es ist schon erstaunlich, wie locker die Wuppertaler Polizei einen bewaffneten Nazi-Überfall sieht. Linke wären schon längst wegen schwerem Landfriedensbruch zu Knaststrafen verurteilt worden.

Die Nazis können unbehelligt nach Hause spazieren, Strafverfahren wie beim Überfall auf das Cinemaxx werden wieder monatelang verschleppt und führen zu nichts. Vielleicht sind wieder zu viele V-Leute von Staatsschutz und Verfassungschutz mit dabei, wie beim Brandanschlag 1993 in Solingen, so dass eine Strafverfolgung nicht opportun erscheint.

Ein wichtiges Fazit des Naziüberfalls ist aber auch die Erkenntnis, dass die Wuppertaler Nazis (zum Glück) körperlich nix auf der Pfanne haben, nur in Überzahl angreifen, dann aber schwach und unentschlossen agieren.
Das freut uns sehr.

Ob die Dummheit der Nazis, am helligten Tag bewaffnet Antifaschist*innen anzugreifen, strafrechtlich belohnt wird, ist aber völlig unklar.

Die Wuppertaler Nazis, die seit 2 Jahren ungehindert bundesweit mit Hakenkreuzfahnen winken, den Nationalsozialismus verherrlichen, Kinovorstellungen überfallen, mit Messern zustechen, etc. haben wohl einen beamteten Schutzengel im Polizeipräsidium.

Daher vertrauen wir lieber auf die eigenen Kräfte!
Stärken wir die antifaschistische Selbsthilfe und vertreiben wir die Nazis (nicht nur) aus Wuppertal!

Trauer um die Opfer in Norwegen! Solidarität mit den vom Brandanschlag betroffenen Sinti in Leverkusen!

Antifaschistische Initiative Wuppertal – 26.07.2011

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