Pavillion so nicht! Kein Nazikonzert und keine Nazis mehr !

15./.16.10.2011: Konzerte der extrem rechten Dark-Wave-Band „Kirlian Camera“ in NRW
11. Oktober 2011
in Veranstaltungen der extremen Rechten und Darkwave, Gothic, Neofolk…

Für das nächste Wochenende sind in NRW zwei Konzerte der extrem rechten Dark-Wave-Band „Kirlian Camera“ aus Italien angekündigt (Siehe: Fakten und Einschätzungen zur Dark-Wave-Band Kirlian Camera).

15.10.2011 in der Wuppertaler Discothek „Pavillion“

16.10.2011 in Leverkusen im „Shadow“

Der Vorverkauf läuft über den Club „Pavillion“.

Als Beleg für die anhaltend hohe Popularität der Band in der extremen Rechten verweisen wir an dieser Stelle auf einen Link zu einem Artikel aus dem letzten Jahr aus der neonazistischen Theoriezeitschrift „Blauen Narzisse“.

Weitere Hintergrundinfos zu „Kirlian Camera“, welche den extrem rechten Background dieser Band verdeutlichen bzw. belegen:

Einschätzung der Rechtsrockexperten Andreas Speit und Jan Raabe:

„Alle Bands der braun-schwarzen Dark-Wave-Szene – von Allerseelen, Blood Axis, Camerata Mediolanse über Death In June, Der Blutharsch, Kirlian Camera bis hin zu NON, Von Thronstahl und waldteufel – spielen nicht nur mit (prä-)faschistoider Symbolen und Motiven, sondern führen eine „faschistische Synthese“ (Zeev Sternheil) auf. In ihren Songs und ihrem Artwork verdichten die Akteure der rechten Schwarzen Szene Metaphern und Mythen aus dem Spektrum der Konservativen Revolution und des italienischen Faschismuc. Durch die gezielte Intention erscheint die Verdichtung als ein geschlossenes Konzept. Die Präsentation ihrer „ästhetischen Projekte“, ob in der Lyrik oder in der Performance, bedingt eine intensive Reflexion über die zwei Jahrhunderte alten „Mythen der Rechten“. Bewusst werden Motive und Fragmente aus dem ästhetischen Fundamentalismus der extremen Rechten aufgegriffen, und gezielt werden
die Argumentationen und Visionen dieser antimodernistischen Revolte wiedergegeben. Über die Auseinandersetzung mit den immanenten Momenten der Schwarzen Szene – Tod, Zerfall, Treue, Liebe, Reinheit und Einfachheit – haben die rechten Akteure des Dark Waves zu dem „faschistischem Stil“ (Armin Mohler) gefunden. Den individuellen Pessimismus und heroischen Realismus und den totalen Antimodernismus der braunen Szene. Aus den Wertvorstellungen und Lebensgefühlen der Subkultur wird so ein politisches Konzept, eine ästhetische Mobilmachung gegen Humanismus und Emanzipation. Längst betreiben die rechten Akteure eine Politisierung des Ästhetischen – erst um sich selbst als Künstler zu definieren, dann um Identität stiftend für die Fans zu sein.“

Andreas Speit (Hg.): „Ästhetische Mobilmachung“, Münster 2002, Jan Raabe / Andreas Speit „L`art du mal – Vom antibürgerlichen Gestus zur faschistoiden Ästhetik“, Seite 110.

Um einen Einblick über die verwendete NS-Ästhetik zu bekommen, folgendes Live-Foto aus dem Internet als Beleg:
http://www.sturmgeweiht.net/konzerte/?p=11&show=gallery

2002 hat sich die Band an einem Sampler zum 100. Geburtstag von Leni Riefenstahl, der bei 2002 beim rechtem Label VAWS erschien, beteiligt:

„TIEFLAND-SINFONIE“
Riefenstahl 100.Geburtstags CD
(VAWS August 2002)

*SECURITY OF IGNORANCE 10er LP-Box in farbigem Vinyl
THAGLASZ (Deutschland / Kroatien) 2002
VON THRONSTAHL featuring BLEIBURG:
1.“HERDFEUER“ 2.“IN MEMORIAM“
3.“AWAKING OF A DEAD HYMN“
weitere Gruppen:
A CHALLENGE OF HONOUR / DIRLEWANGER /DUBRAVKO DETONI / IN MY ROSARY / KIRLIAN CAMERA /LUFTWAFFE / NOCTURNE / PANICSVILLE / S.R.P /THE SWORD VOLCANO COMPLEX / WESTWIND /WERKRAUM.

Quelle

Weitere Beispiele für die Zusammenarbeit mit extrem rechten Bands:

Zusammenarbeit mit u.a. den extrem rechten Bands Von Thronstahl und Ostara:

http://www.discogs.com/Various-Notre-Domicile-Est-LEurope/release/243855

Hommage an die extrem rechte Dark-Wave-Band „Death In June“:

Heilige Tod (Tribute to Death in June, including Kirlian Camera`s cover of ‘ Death of a man‘ originally featured on „The World That Summer“ Palace Of Worms

http://www.kirliancamera.de/musicoff.html

http://www.kirliancamera.com/lyrics/lyrmisc.htm

Geplanter Auftitt von Kirlian Camera mit der extrem rechten Dark-Wave-Band Ostara:

„In Kassel konnte am 15. Juli 2000 ein Konzert mit Ostara verhindert werden, zu dem auf diversen Internetseiten von Neonazis mobilisiert worden war. Angekündigt waren u.a. die Bands Kirlian Camera, Kapo, Ostara und Aurum Nostrum. Neben den Bands, darunter auch die australische Band Death in June, waren etwa 500 BesucherInnen aus dem ganzen Bundesgebiet und Europa angereist. Ein Teil von ihnen mit eindeutig neofaschistischem Outfit. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Da bereits mehrere VeranstalterInnen in Nordhessen das Konzert zuvor abgesagt hatten, zog auch die Salzmann-Fabrik in Kassel schließlich nach.“

Quelle

Weitere Infos und O-Töne:

http://freeweb.dnet.it/antifhain/fenster_kirlian.htm
http://www.boydrice.com/interviews/der_speigel.html

„Es macht mir nichts aus, darüber zu sprechen, da wir tatsächlich eine Menge von Bildern und Eindrücken der Geschichte des Dritten Reichs verwenden… Über mich selbst kann ich nicht sagen, ob ich ein Nazi bin oder nicht. Ich möchte eigentlich auch nicht näher auf diese Frage eingehen!“

Zitate aus Interview mit Kirlian Camera:
http://www.kirliancamera.com/interview/germanblack1996.htm

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