Archiv für Oktober 2011

Der umstrittene und ahnungslose Leiter der Polizeiwache Wuppertal- Vohwinkel Markus Preuß ist beurlaubt!


Pressemitteilung

Wie am Rande der Bezirksvertretung Vohwinkel am Mittwoch zu erfahren war, ist Markus Preuß zwecks Klärung diziplinarischer Verstöße beurlaubt worden. Die Antifaschistische Initiative Wuppertal ist hoch erfreut:

„Wir gönnen Herrn Preuß den Urlaub aus tiefsten Herzen… Jetzt geht es in der Zukunft darum, mit vereinten Kräften, die Nazis in ihre Schranken zu weisen.“

Natürlich müssen wir weiter auch an einem geschärften Extremismusbegriff bei der Polizei und bei der Politik arbeiten. Die unverschämte und verkürzte Rechts=Links Gleichsetzung führt in die Irre und vergisst – wieder einmal – den Extremismus der Mitte – z.B. die Verantwortung der Sarrazins und Möllemänner für Islamfeindschaft, rassistische Asylgesetzgebung und Antisemitismus.“

Zu Markus Preuß, dessen polizeiliche Karriere hoffentlich beendet ist, hatten wir bereits in unserer PM zu dem Naziüberfall in der Flohmarktnacht alles nötige gesagt:

„Ein weiterer Schwerpunkt der Aktion war die Kritik an dem unsäglichen Markus Preuß, der seit 2009 die Polizeiwache Vohwinkel leitet. Seit seiner Amtszeit breiten sich die Nazis in Vohwinkel von der Polizei ungestört aus. Es entstand in Sichtweite der Polizeiwache sogar ein polizeilich geduldeter offener Nazitreffpunkt am Akzenta-Parkplatz. Da Herr Preuß der Ansicht ist, dass es in Vohwinkel kein Naziproblem gibt, bemerkte er weder die alltägliche Präsenz der Nazifratzen, noch deren antisemitische und rassistische Propaganda im Stadtteil. Übersehen hat der „Polizist“ wohl auch die zahlreichen Übergriffe und Überfälle auf Andersdenkende, die so bedrohlich waren, das eine Familie sogar den Stadtteil verlassen musste.
Den Vogel der gefährlichen Ignoranz schoss Preuß aber beim letzten Picobello-Tag ab, als er Grüne Stadtpolitiker kritisierte, dass sie gegen Nazis demonstrierten, obwohl es in Vohwinkel kein Problem mit den Rechtsextremen, aber ein erhebliches mit den Linksextremen geben würde. http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/gruene-polizei-auf-dem-rechten-auge-blind-1.780191

Antifaschistische Initiative Wuppertal 14.10.2011

Presseschau..

Solinger Tageblatt

Disziplinarverfahren gegen Markus Preuß

„Markus Preuß ist im Urlaub, aber nicht beurlaubt“, mit dieser Feststellung reagiert Polizei-Pressesprecher Detlev Rüther auf eine am Freitag auch beim Tageblatt eingegangene Rundmail des zum links-autonomen Spektrum in Wuppertal zählenden Freundeskreis Minna Knallenfalls. Darin wird unter anderem behauptet, der BfS-Politiker sei als Leiter der Polizeiwache Vohwinkel beurlaubt worden.

Fakt ist dagegen laut Rüther, dass die Polizei-Verwaltung am Donnerstag ein Disziplinarverfahren gegen Preuß eingeleitet hat. Innerhalb der Behörde soll jetzt ein unabhängiger Vorermittlungsführer den Vorgang klären, der den Polizisten in Misskredit gebracht hat: Wuppertaler Grüne behaupten, Markus Preuß habe ihnen gegenüber das Neonazi-Problem in Vohwinkel geleugnet. Dass der Urlaub des Solingers im Zusammenhang mit dem Disziplinarverfahren steht, wollte der Polizei-Sprecher nicht kommentieren. ff

Verfahren gegen Vohwinkler Polizeichef (WDR)

Die Wuppertaler Polizei hat ein Disziplinarverfahren gegen den Leiter der Wache in Vohwinkel eingeleitet. Grund sind Vorwürfe, unter anderem der Wuppertaler Grünen, die Polizei verfolge Straftaten von Neonazis nicht konsequent genug. Mit dem Disziplinarverfahren solle geklärt werden, ob der leitende Beamte rechte und linke Gewalttäter gleichermaßen verfolgt würden, sagte ein Sprecher. Seit Monaten gibt es in Vohwinkel immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und antifaschistischen Gruppen.

Disziplinarverfahren gegen Vohwinkeler Wachleiter

Vohwinkel: Polizeibeamter nicht beurlaubt

Vohwinkel. Gegen den in die Kritik geratenen Leiter der Wache Vohwinkel ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Dem Polizeibeamten war seitens der Grünen vorgeworfen worden, er habe bezüglich der Prügelei zwischen rechts- und linksextremistischen Gruppen am Vohwinkel-Wochenende indirekt Partei gegen die Linken ergriffen. In einer ersten Befragung habe der langjährige Beamte diese Darstellung zurückgewiesen. Im Zuge des Disziplinarverfahrens – zunächst hatte es „nur“ ein Beschwerdeverfahren gegeben – soll der Fall abschließend geklärt werden.

Berichten, wonach der langjährige Beamte suspendiert sei, wies die Polizei am Freitag zurück. Der Mann habe Urlaub, sei aber nicht beurlaubt und auch nicht versetzt worden. Zuletzt hatte Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher vor dem Stadtrat ihre Behörde gegen Kritik in Schutz genommen und gesagt, dass die Polizei konsequent gegen Gewalttäter aus dem rechten und linken Spektrum vorgehe. spa

Solinger Tageblatt

Preuß‘ Zukunft als Wachleiter weiter offen

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher hat gestern als Gastrednerin im Wuppertaler Stadtrat darauf hingewiesen, dass die Beschwerde gegen Markus Preuß in seiner Funktion als Leiter der Vohwinkeler Polizeiwache noch nicht abschließend geprüft sei. „Er ist definitiv weder rechts noch links blind“, zeigte sie sich von dem Solinger BfS-Politiker überzeugt.

Anlass für das Statement war eine aktuellen Stunde im Rahmen der Ratssitzung, die von der Kooperation CDU/ SPD kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden war. Thema: „politisch motivierte Gewalttaten im Stadtteil Vohwinkel“.

Zuletzt war es in der Nacht zum Vohwinkeler Flohmarkt zu Schlägereien zwischen der rechten und linken Szene gekommen. Im Vorfeld waren Mitglieder der Wuppertaler Grünen mit Preuß zusammengetroffen. Dabei soll er Probleme mit Rechtsradikalen im Stadtteil geleugnet haben. Deshalb hatten die Grünen einen offenen Brief an Radermacher gesschrieben. In ihm wurde der Vorwurf erhoben, die Wuppertaler Polizei sei auf dem rechten Auge blind.

Demonstration gegen Neonazis am 9. November in Vohwinkel

Eine Gelegenheit zum friedlichen Protest gegen die öffentliche Präsenz von Neonazis in dem an Solingen grenzenden Stadtteil bietet sich am Mittwoch, 9. November. Für diesen Tag ruft die Initiative für Demokratie und Toleranz zu einer Demonstration gegen die rechte Szene auf. In welcher Form steht noch nicht fest, aber möglicherweise werden die Wuppertaler dazu aufgefordert, eine Lichterkette auf der Kaiserstraße zu bilden. red

Solinger Tageblatt

CDU-Chef stärkt Polizist Preuß den Rücken

STREIT „Vorwürfe gegen Wachleiter sind unanständig.“

Die CDU leistet Schützenhilfe für Markus Preuß. In seiner Eigenschaft als Leiter der Polizei-Wache in Vohwinkel war der Solinger unter Beschuss geraten. Die Grünen aus der Nachbarstadt werfen Preuß vor, Neonazi-Probleme verharmlost zu haben. Laut Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher wehrt sich Preuß entschieden gegen die Angriffe. Er sei links wie rechts gleichsam wachsam.

Solingens CDU-Chef Peter Schmiegelow nimmt Preuß, der für die BfS im Stadtrat sitzt und den Schulausschuss leitet, ausdrücklich in Schutz. „Ich kenne ihn und weiß, dass er jegliche Form von Extremismus und politischer Gewalt ablehnt“, sagt der CDU-Mann. Die „haberstolze Besserwisserei der Grünen“ dürfe nicht zu selektiver Wahrnehmung und noch weniger zu heuchlerischer Petzerei führen. Das, so Schmiegelow, erinnere ihn „an das Denunziantentum faschistischer und stalinistischer Staaten“. Er warnt: „Wer den Extremismus kleinkriegen will, sollte nicht den bürgerlichen Anstand verlassen.“ kra

http://www.solinger-bote.de/nachrichten/2011/10/10/solinger-cdu-verurteilt-sumpfgruenes-denunziantentum/

Solinger CDU verurteilt “sumpfgrünes Denunziantentum”

Solingen/ Peter Schmiegelow, CDU-Vorsitzender in Solingen verurteilt den Angriff der Wuppertaler Grünen gegen Markus Preuß:

“Als Bürger Solingens und als Vorsitzender der größten Volkspartei in Solingen nehme ich Markus Preuß ausdrücklich in Schutz. Ich kenne Markus Preuß und weiss, dass er JEGLICHE Form von Extremismus und politischer Gewalt ablehnt”, so Peter Schmiegelow.

“Hagerstolze Besserwisserei einiger Grüner darf nicht zu selektiver WAHRnehmung und noch weniger zu heuchlerischer Petzerei führen, die mich an das Denunziantentum faschistischer und stalinistischer Staaten erinnert. Wer den Extremismus kleinkriegen will (Grünen-Plakataktion in Vohwinkel), sollte nicht den bürgerlichen Anstand verlassen.” so Peter Schmiegelow.

Der umstrittene und ahnungslose Leiter der Polizeiwache Wuppertal- Vohwinkel Markus Preuß ist beurlaubt!

Pressemitteilung

Wie am Rande der Bezirksvertretung Vohwinkel am Mittwoch zu erfahren war, ist Markus Preuß zwecks Klärung diziplinarischer Verstöße beurlaubt worden. Die Antifaschistische Initiative Wuppertal ist hoch erfreut:

„Wir gönnen Herrn Preuß den Urlaub aus tiefsten Herzen… Jetzt geht es in der Zukunft darum, mit vereinten Kräften, die Nazis in ihre Schranken zu weisen.“

Natürlich müssen wir weiter auch an einem geschärften Extremismusbegriff bei der Polizei und bei der Politik arbeiten. Die unverschämte und verkürzte Rechts=Links Gleichsetzung führt in die Irre und vergisst – wieder einmal – den Extremismus der Mitte – z.B. die Verantwortung der Sarrazins und Möllemänner für Islamfeindschaft, rassistische Asylgesetzgebung und Antisemitismus.“

Zu Markus Preuß, dessen polizeiliche Karriere hoffentlich beendet ist, hatten wir bereits in unserer PM zu dem Naziüberfall in der Flohmarktnacht alles nötige gesagt:

„Ein weiterer Schwerpunkt der Aktion war die Kritik an dem unsäglichen Markus Preuß, der seit 2009 die Polizeiwache Vohwinkel leitet. Seit seiner Amtszeit breiten sich die Nazis in Vohwinkel von der Polizei ungestört aus. Es entstand in Sichtweite der Polizeiwache sogar ein polizeilich geduldeter offener Nazitreffpunkt am Akzenta-Parkplatz. Da Herr Preuß der Ansicht ist, dass es in Vohwinkel kein Naziproblem gibt, bemerkte er weder die alltägliche Präsenz der Nazifratzen, noch deren antisemitische und rassistische Propaganda im Stadtteil. Übersehen hat der „Polizist“ wohl auch die zahlreichen Übergriffe und Überfälle auf Andersdenkende, die so bedrohlich waren, das eine Familie sogar den Stadtteil verlassen musste.
Den Vogel der gefährlichen Ignoranz schoss Preuß aber beim letzten Picobello-Tag ab, als er Grüne Stadtpolitiker kritisierte, dass sie gegen Nazis demonstrierten, obwohl es in Vohwinkel kein Problem mit den Rechtsextremen, aber ein erhebliches mit den Linksextremen geben würde. http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/gruene-polizei-auf-dem-rechten-auge-blind-1.780191

Antifaschistische Initiative Wuppertal 14.10.2011

Veranstaltunghinweis: Am Samstag is auch in Wuppertal Weltrevolution..

Am Samstag ist Weltrevolution!

Die „alternativlose“ Welt gerät aus den Fugen – das System windet sich von Krisengipfel zu Krisengipfel in letzten Zuckungen. Die Veränderungen haben längst begonnen, auch wenn uns Springerpresse, ARD und ZDF so gut wie nichts davon berichten. Seit Monaten demonstrieren Hunderttausende auf den Straßen und Plätzen Europas, Nordafrikas, dem Nahen Osten und auch in den USA. Sie campen, protestieren, sie begehren auf – sie glauben den Lügen der Diebe nicht mehr.

Und sie diskutieren. Sie reden miteinander, ohne jene „alternativlosen“ Lösungen für unser Dasein zu akzeptieren, mit denen uns sogenannte „Experten“, „Journalisten“, „Wirtschaftsweise“ und Regierende unaufhörlich die Gehörgänge zumüllen. Auf den Plätzen der Welt reden Menschen miteinander, von denen die Herrschenden längst glaubten, sie gegeneinander ausgespielt zu haben. ArbeiterInnen und Arbeitslose, Studierende und Rentner, Junge und Alte. Während die Profiteure und Diebe auf „die Märkte“ starren wie das Kaninchen auf die Schlange, wird auf den Straßen über eine Welt ohne sie diskutiert, anstatt sich den täglichen Quatsch der Börsen im Fernsehen noch länger reinzuziehen.

Die beteiligten Menschen diskutieren so laut und vernehmlich, so engagiert und so offen über ein mögliches besseres Leben, daß in vielen Ländern das Wort „Regierende“ ebenfalls schon in Anführungszeichen gesetzt werden muß. Die Statthalter der Besitzenden sind entweder bereits fortgejagt oder verhaftet – wie in Tunesien und Ägypten – oder sie stehen mit dem Rücken an der Wand, wie in Spanien, Griechenland, Italien, Israel oder seit Kurzem auch in den USA. Hektisch versuchen die Marionetten der Konzerne und Krisengewinnler – allen voran die deutsche Kanzlerin – mithilfe von Banken und Troikas die Aufbegehrenden zu disziplinieren und in ihren fortwährenden Nonsens eines alternativlosen Teufelskreises einzuwickeln. Gleichzeitig versuchen sie, durch Repression und Gewalt, durch Trojaner und Polizeiknüppel, durch Weltuntergangsgeraune und Drohungen ihr eigenes Ende aufzuhalten.

Es wird ihnen nicht gelingen! Ihre letzten Tage haben begonnen. Überall haben die Menschen begriffen, daß die „Demokratie“, von der die Regierenden salbadern, keine Sache der Bevölkerung ist, sondern der Interessenwahrung von Konzernen, ihren Shareholdern und Banken dient. Sie haben begriffen, daß die Gesetze und Verordnungen, die den Menschen ihren Lebensunterhalt nehmen, ihre Perspektiven vernichten und ihren Alltag zum existenziellen Problem machen, in den Zentralen der Institute und den Beratungszimmern der Vorstände geschrieben werden – so, wie das bescheuerte „Rettungspaket“ für Griechenland, das in Wahrheit nur die Profite der Geldinstitute und der Wirtschaft retten soll. Sie fordern deshalb echte demokratische Prinzipien ein. Und sie beraten miteinander, wie diese aussehen müssen. Fest steht, daß die bisherigen Akteure dabei nicht mehr vorkommen.

Am Samstag wird das unübersehbar auf den Straßen und Plätzen großer und kleiner Städte zum Ausdruck gebracht werden – weltweit wird in über 40 Ländern und in mehreren hundert Städten dazu aufgerufen, am 15. Oktober auf die Straße zu gehen, und das eigene Leben zurückzufordern.

Auch, wenn in Deutschland der Impuls noch nicht richtig angekommen ist: Es ist nur eine Frage der Zeit. Wir sind nicht in Eile. Wir sind heute pleite und wir werden es morgen sein. Egal, was ihre Parlamente beschliessen, egal, was sie mit ihrem Spielgeld anstellen, von dem wir ohnehin zu wenig haben – in Tel Aviv ebenso wie in Washington, in Brüssel wie in Athen, Barcelona oder Wuppertal. Wir haben nichts zu verlieren – auch wenn es hier vielleicht noch nicht alle gemerkt haben.

Es ist uns wichtig, am nächsten Samstag auch im Zentrum des Krisengewinns Solidarität mit jenen zu zeigen, die durch das Diktat Deutschlands und der EU bereits jetzt jede Hoffnung auf ein lebenswertes Dasein verloren haben – im totgesparten Griechenland ebenso wie im leergefischten Westafrika. Denn die Grenzen verlaufen nicht zwischen „fleißigen Deutschen“ und „faulen Griechen“, wie es die Propaganda der bürgerlichen Medien gerne hätte, sondern zwischen unten und oben. „Uns Deutsche“ gibt es genauso wenig wie „die Griechen“ – was es gibt, sind Arbeiter und Arbeiterinnen, Erwerbslose, hungernde Menschen, perspektivlose Jugendliche und verarmte RentnerInnen einerseits und das Finanzkapital, die Konzerne und ihre politischen Handlanger andererseits.

Und gerade in Wuppertal sollten wir wissen, wie es ist, mit „alternativlosen“ Sparmaßnahmen leben zu müssen. Schulden, die angeblich „unsere“ Schulden sind, führen dazu, daß unsere Stadt inzwischen den Banken gehört – und der an das EU-Spardiktat für Griechenland angelehnte „Rettungsschirm“ für „notleidende Kommunen“ liegt bereits in der Schublade einer Landesregierung, die für unsere Stadt schlimmere Einsparungen plant, als es Jung und Slawig ohnehin schon vorhaben. Wenn jetzt ausgerechnet eine Betriebsberatungshyäne wie Ernst & Young die Konsolidierungsfähigkeit der Stadt überprüfen soll, wissen wir genau, was dabei herauskommen wird.

Wir sagen jetzt schon Nein!
Wir fordern unsere Stadt zurück!
Wir wollen eure Schulden nicht bezahlen!

Wir rufen dazu auf, am Samstag, den 15.Oktober mit den weltweit demonstrierenden Menschen solidarisch zu sein. „Occupy the Fußgängerzone!“ Wir treffen uns um 11:00 Uhr am „Denkmal des glücklichen Banksters“, in Sichtweite der Deutschen Bank am Kasinokreisel. Am späten Nachmittag wollen wir dann gemeinsam auf dem Platz hinter dem Café ADA zusammenkommen, um zu verfolgen, welche Ergebnisse des seit einigen Tagen laufenden „Marsches auf Brüssel“ diskutiert werden, um selber zu diskutieren und etwas Spaß zusammen zu haben.

Schließlich beginnt Samstag die Weltrevolution…

Samstag, 15.10.2011 – Wir wollen den Kredit nicht mehr! Banksterdenkmal – 11 Uhr

We do not forget! We do not forgive! We are Legion! Expect us!

In Deutschland sind für Samstag in verschiedenen Städten Proteste geplant, u.A. in Berlin, Frankfurt, Köln und Düsseldorf („Empört euch!“ um 15:00 Uhr am Hbf) – die #Hashtags bei Twitter für Samstag lauten #15oct und #15octwppt

Ein paar Links zu Samstag:

Attac: Europaweiter Aktionstag
Marsch nach Brüssel
Aktuelle Berichte aus Brüssel
Artikel aus dem FREITAG zum Thema
Text/Aufruf bei indymedia-linksunten

Pavillion so nicht! Kein Nazikonzert und keine Nazis mehr !

15./.16.10.2011: Konzerte der extrem rechten Dark-Wave-Band „Kirlian Camera“ in NRW
11. Oktober 2011
in Veranstaltungen der extremen Rechten und Darkwave, Gothic, Neofolk…

Für das nächste Wochenende sind in NRW zwei Konzerte der extrem rechten Dark-Wave-Band „Kirlian Camera“ aus Italien angekündigt (Siehe: Fakten und Einschätzungen zur Dark-Wave-Band Kirlian Camera).

15.10.2011 in der Wuppertaler Discothek „Pavillion“

16.10.2011 in Leverkusen im „Shadow“

Der Vorverkauf läuft über den Club „Pavillion“.

Als Beleg für die anhaltend hohe Popularität der Band in der extremen Rechten verweisen wir an dieser Stelle auf einen Link zu einem Artikel aus dem letzten Jahr aus der neonazistischen Theoriezeitschrift „Blauen Narzisse“.

Weitere Hintergrundinfos zu „Kirlian Camera“, welche den extrem rechten Background dieser Band verdeutlichen bzw. belegen:

Einschätzung der Rechtsrockexperten Andreas Speit und Jan Raabe:

„Alle Bands der braun-schwarzen Dark-Wave-Szene – von Allerseelen, Blood Axis, Camerata Mediolanse über Death In June, Der Blutharsch, Kirlian Camera bis hin zu NON, Von Thronstahl und waldteufel – spielen nicht nur mit (prä-)faschistoider Symbolen und Motiven, sondern führen eine „faschistische Synthese“ (Zeev Sternheil) auf. In ihren Songs und ihrem Artwork verdichten die Akteure der rechten Schwarzen Szene Metaphern und Mythen aus dem Spektrum der Konservativen Revolution und des italienischen Faschismuc. Durch die gezielte Intention erscheint die Verdichtung als ein geschlossenes Konzept. Die Präsentation ihrer „ästhetischen Projekte“, ob in der Lyrik oder in der Performance, bedingt eine intensive Reflexion über die zwei Jahrhunderte alten „Mythen der Rechten“. Bewusst werden Motive und Fragmente aus dem ästhetischen Fundamentalismus der extremen Rechten aufgegriffen, und gezielt werden
die Argumentationen und Visionen dieser antimodernistischen Revolte wiedergegeben. Über die Auseinandersetzung mit den immanenten Momenten der Schwarzen Szene – Tod, Zerfall, Treue, Liebe, Reinheit und Einfachheit – haben die rechten Akteure des Dark Waves zu dem „faschistischem Stil“ (Armin Mohler) gefunden. Den individuellen Pessimismus und heroischen Realismus und den totalen Antimodernismus der braunen Szene. Aus den Wertvorstellungen und Lebensgefühlen der Subkultur wird so ein politisches Konzept, eine ästhetische Mobilmachung gegen Humanismus und Emanzipation. Längst betreiben die rechten Akteure eine Politisierung des Ästhetischen – erst um sich selbst als Künstler zu definieren, dann um Identität stiftend für die Fans zu sein.“

Andreas Speit (Hg.): „Ästhetische Mobilmachung“, Münster 2002, Jan Raabe / Andreas Speit „L`art du mal – Vom antibürgerlichen Gestus zur faschistoiden Ästhetik“, Seite 110.

Um einen Einblick über die verwendete NS-Ästhetik zu bekommen, folgendes Live-Foto aus dem Internet als Beleg:
http://www.sturmgeweiht.net/konzerte/?p=11&show=gallery

2002 hat sich die Band an einem Sampler zum 100. Geburtstag von Leni Riefenstahl, der bei 2002 beim rechtem Label VAWS erschien, beteiligt:

„TIEFLAND-SINFONIE“
Riefenstahl 100.Geburtstags CD
(VAWS August 2002)

*SECURITY OF IGNORANCE 10er LP-Box in farbigem Vinyl
THAGLASZ (Deutschland / Kroatien) 2002
VON THRONSTAHL featuring BLEIBURG:
1.“HERDFEUER“ 2.“IN MEMORIAM“
3.“AWAKING OF A DEAD HYMN“
weitere Gruppen:
A CHALLENGE OF HONOUR / DIRLEWANGER /DUBRAVKO DETONI / IN MY ROSARY / KIRLIAN CAMERA /LUFTWAFFE / NOCTURNE / PANICSVILLE / S.R.P /THE SWORD VOLCANO COMPLEX / WESTWIND /WERKRAUM.

Quelle

Weitere Beispiele für die Zusammenarbeit mit extrem rechten Bands:

Zusammenarbeit mit u.a. den extrem rechten Bands Von Thronstahl und Ostara:

http://www.discogs.com/Various-Notre-Domicile-Est-LEurope/release/243855

Hommage an die extrem rechte Dark-Wave-Band „Death In June“:

Heilige Tod (Tribute to Death in June, including Kirlian Camera`s cover of ‘ Death of a man‘ originally featured on „The World That Summer“ Palace Of Worms

http://www.kirliancamera.de/musicoff.html

http://www.kirliancamera.com/lyrics/lyrmisc.htm

Geplanter Auftitt von Kirlian Camera mit der extrem rechten Dark-Wave-Band Ostara:

„In Kassel konnte am 15. Juli 2000 ein Konzert mit Ostara verhindert werden, zu dem auf diversen Internetseiten von Neonazis mobilisiert worden war. Angekündigt waren u.a. die Bands Kirlian Camera, Kapo, Ostara und Aurum Nostrum. Neben den Bands, darunter auch die australische Band Death in June, waren etwa 500 BesucherInnen aus dem ganzen Bundesgebiet und Europa angereist. Ein Teil von ihnen mit eindeutig neofaschistischem Outfit. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Da bereits mehrere VeranstalterInnen in Nordhessen das Konzert zuvor abgesagt hatten, zog auch die Salzmann-Fabrik in Kassel schließlich nach.“

Quelle

Weitere Infos und O-Töne:

http://freeweb.dnet.it/antifhain/fenster_kirlian.htm
http://www.boydrice.com/interviews/der_speigel.html

„Es macht mir nichts aus, darüber zu sprechen, da wir tatsächlich eine Menge von Bildern und Eindrücken der Geschichte des Dritten Reichs verwenden… Über mich selbst kann ich nicht sagen, ob ich ein Nazi bin oder nicht. Ich möchte eigentlich auch nicht näher auf diese Frage eingehen!“

Zitate aus Interview mit Kirlian Camera:
http://www.kirliancamera.com/interview/germanblack1996.htm




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