Augen auf! Nazis nach Wichlinghausen verzogen…

Neonazi-Wohnung: Umzug von Vohwinkel nach Wichlinghausen

Der Vermieter in Vohwinkel hat gekündigt, nun geht es von der Kaiserstraße in ein neues Mietobjekt in Wichlinghausen. Die Polizei will die Szene weiterhin beobachten – in ganz Wuppertal.


Zeichen gegen Extremismus: Am 9.  November 2011 demonstrierten mehr als 2000 Wuppertaler auf der Kaiserstraße in Vohwinkel gegen Gewalt und Extremismus.

Vohwinkel/Wichlinghausen. Die Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Kaiserstraße in Vohwinkel war monatelang bekannt: Dort sollen mehrere Neonazis in einer Art Wohngemeinschaft gelebt haben. Die Wohnung diente als Treffpunkt der Neonazi-Szene in Vohwinkel. Als mehr als 2000 Wuppertaler am 9. November 2011 mit einem Schweigemarsch unter anderem gegen Neonazis demonstrierten, kamen genau aus dieser Wohnung Parolen (siehe Kasten). Weil sich Anwohner und Nachbarn immer wieder über Lärm beschwerten, war die Wohnung häufig Schauplatz von Polizeieinsätzen.

Kündigung zum Ende des kommenden Monats

Solche Szenarien dürften fürs Erste vorbei sein. Wie die Polizei bestätigt, hat der Vermieter den Mietern der Wohnung zum Ende des kommenden Monats gekündigt. Dem Vernehmen nach sind die Bewohner schon in der vergangenen Woche ausgezogen.

Sie sollen eine Wohnung an einer Hauptverkehrsstraße in Wichlinghausen angemietet haben. Ob diese Wohnung ein ähnlicher Neonazi-Treffpunkt wie an der Kaiserstraße wird, ist laut Polizei völlig offen. Dass sich die Rechtsextremen jetzt komplett aus Vohwinkel zurückziehen werden, sei nicht zu erwarten. Man werde die Szene weiter beobachten – und zwar in ganz Wuppertal.

Wie berichtet, galt Vohwinkel zunächst vor allem im Bereich des Parkplatzes am Bahnhof als Treffpunkt einer neuen Neonazi-Szene in Wuppertal. Nach einem Neonazi-Übergriff im Cinemaxx und spätestens nach der Prügel-Attacke im Umfeld des Vohwinkeler Flohmarktes nahm die Polizei die Szene deutlich stärker ins Visier und konstatierte prompt „sich verfestigende Strukturen“. Zuletzt kündigte Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher personelle Verstärkung an, um die Wuppertaler Neonazis besser im Blick zu haben.

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